Die Behandlung setzt bei der zugrundeliegenden Erkrankung an, für die das Husten nur symptomatisch ist. Einige Maßnahmen helfen jedoch auch, den Husten zu lindern. Je nach Hustenart können unterschiedliche Wirkstoffe eingesetzt werden. (siehe: Formen des Hustens).

Pflanzliche Wirkstoffe

Pflanzen wirken sehr gut bei der Behandlung von Husten. Thymian, ein pflanzliches Expektorans, fördert den Auswurf von zähflüssigem Schleim, entspannt die Muskulatur der Bronchien und wirkt lokal antiseptisch. Eibisch hingegen gehört zu den pflanzlichen Demulzenzien, denn er enthält bis zu 20 Prozent Schleimstoffe, wodurch er eine Schutzschicht über die gereizten Schleimhäute des Mund- und Rachenraums bilden kann. Es unterdrückt nicht den Hustenreiz, sondern reduziert die Empfindlichkeit der Hustenrezeptoren. Daher ist eine Kombination von Eibisch mit Thymian sinnvoll. Einige dieser Wirkstoffe finden sich daher in Hustensäften oder Hustenpastillen. Auch Salbei gilt als eines der bekanntesten Hausmittel bei Husten, weil es lokal reizmildernd, entzündungshemmend und gleichzeitig lokal anästhetisch wirkt.

Expektoranzien

Expektoranzien fördern bei produktivem Husten den Auswurf und das Abhusten von Bronchialschleim. Diese Hustenlöser werden in drei Kategorien unterteilt: Sekretolytika wie Saponine und Thymian regen die Produktion von dünnflüssigem Schleim an; Mukolytika wie Acetylcystein, Ambroxol und Guaifenesin verflüssigen den bestehenden Bronchialschleim und Sekretomotorika wie Clenbuterol und Thymian sorgen für einen besseren Abtransport des Bronchialschleims, indem sie die Aktivität des Flimmerepithels anregen. Expektoranzien und Antitussiva sollen nie gemeinsam verwendet werden, da die hustendämpfende Wirkung der Antitussiva das Abhusten des gelockerten Schleimes verhindert.

Demulzenzien

Demulzenzien, also Schleimdrogen wie etwa Eibisch oder Malve (Mucilaginosa), zuckerhaltige Flüssigkeiten und Honig wirken hustenreizlindernd. Sie bilden einen beruhigenden Schutzfilm um die Schleimhaut, wodurch die Hustenrezeptoren umhüllt und so ihre Empfindlichkeit gesenkt wird. Gleichzeitig erhöhen Demulzenzien die Barriere für Reizstoffe. Demulzenzien sind häufig Bestandteil von Hustensirupen.

Antitussiva

Bei trockenem Reizhusten werden Medikamente verschrieben, die den Hustenreiz stillen. Sie enthalten meist Codein, Dihydrocodein oder Noscapin und dämpfen das Hustenzentrum, hemmen die Hustenrezeptoren in den Bronchien oder verringern die Reizerweiterung. Codein und Dihydrocodein sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, weil sie abhängig machen. Alternativ zu den Antitussiva empfiehlt es sich, vor dem Schlafengehen Honig zu essen.

Antibiotika

Wenn keine virale, sondern eine bakterielle Infektion vorliegt, sollten Antibiotika verschrieben werden.

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