Bewährte Hausmittel und ihre Wirkung

Da Husten oft die Folge eines viralen Infekts ist, klingt er nach etwa einer Woche von allein ab. Die exakte Wirkung vieler Hausmittel ist zwar wissenschaftlich nicht untersucht, es wird ihnen aber nachgesagt, dass sie den Hustenreiz mildern und die Regeneration der Schleimhäute unterstützen.

Viel trinken: Wer viel trinkt, befeuchtet damit die trockenen Schleimhäute bei Reizhusten, die sich dadurch besser vor Eindringlingen schützen können. Bei produktivem Husten verdünnt Flüssigkeit den Schleim, der auf den Bronchien und im Rachenraum liegt, wodurch er sich besser lösen lässt und abgehustet werden kann. Warme Flüssigkeiten kurbeln die Durchblutung an und fördern so, dass mehr Sekret durch Bronchien und Nase fließt. Die Auswahl an wohltuenden Teesorten ist groß: Neben den klassischen Hustentees, Lindenblütentee und Ingwer wird oft auch Thymiantee in Kombination mit Efeu oder Primelwurzel empfohlen, denn er wirkt schleimlösend und fördert das Abhusten. Bei festsitzendem Husten hilft ein schleimlösender Fencheltee. Leiden Sie unter trockenem Husten, ist von Kamillentee abzuraten, weil er zwar beruhigend wirkt, aber gleichzeitig auch die Schleimhäute weiter austrocknet.

Heiße Suppen: Wer kennt sie nicht, die altbewährte Hühnersuppe! Wissenschaftlich bleibt ihre tatsächliche Wirkung, etwa durch das enthaltene und entzündungshemmende Eiweißbaustein Cystein, umstritten. In einem Laborexperiment hemmte die Suppe zwar bestimmte weiße, entzündungsfördernde Blutkörperchen, ob sie hingegen auch im menschlichen Körper genauso entzündungshemmend wirkt, ist allerdings damit nicht bewiesen. Fest steht jedoch, dass heiße, salzige Suppen durchaus wohltuend sind und Mineralstoffe wie Eisen und Zink enthalten.

Erkältungsbäder und Inhalationen: Wenn Sie viel husten, können Erkältungsbäder und Inhalationen beruhigend wirken. Inhalationen mit einigen ätherischen Ölen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn manche können Allergien auslösen. Salbei unterstützt die Schleimhautoberfläche bei Reizhusten, das natürliche Milieu wiederherzustellen; Eukalyptus wirkt schleimlösend.

Heiße Milch mit Honig: Sie gilt als eines der bewährtesten Hausmittel bei Husten. Doch Achtung: Milch hilft zwar bei Reizhusten, die Schleimproduktion anzuregen, bei produktivem Husten mit Auswurf hingegen kann der Husten verstärkt werden. Honig kann die Wundheilung beschleunigen, wirkt entzündungshemmend, antioxidativ und antimikrobiell und regt die Speichelproduktion an. In einer Studie linderte Buchweizenhonig den nächtlichen Husten nachweislich – ein oder zwei Löffel Honig vor dem Schlafengehen können Hustengeplagten eine angenehmere Nacht bescheren.

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