Für den behandelnden Arzt ist nicht nur relevant, ob es sich um einen akuten oder chronischen Husten handelt, sondern auch, ob der Husten ein trockener Reizhusten ist oder ein produktiver mit Auswurf.

Warum wir überhaupt husten

Husten an sich ist eine Schutzreaktion des Körpers. Denn sobald Fremdkörper, Staubpartikel oder Schleim in die oberen Atemwege und Bronchien geraten, reagiert dieser mit dem Hustenreflex. In 80 bis 90 Prozent der Fälle ist Husten die Folge eines viralen Infekts: als häufigste Auslöser gelten Rhinoviren, welche die Schleimhaut der Atemwege angreifen und so eine Entzündung auslösen. Ein akuter Husten dauert bis zu acht Wochen, ein chronischer Husten indes hält mehr als acht Wochen an. Die Ursache für chronischen Husten kann eine chronische Bronchitis oder auch eine COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) sein.

Eine gewöhnliche Erkältung beginnt aufgrund der entzündeten Schleimhaut mit einem Kratzen im Hals, gefolgt von Reizhusten. Dieser kann in der Nacht den Schlaf empfindlich stören. Nach einiger Zeit steigt die Sekretproduktion, und der Husten wird zunehmend zu einem produktiven Husten mit Auswurf: zäher Schleim blockiert die so genannten „Flimmerhärchen“, die normalerweise das kontinuierlich produzierte Sekret aus den Atemwegen befördern. Ist der Schleim weißlich-klar, deutet das auf eine virale, eine gelb-grüne Färbung hingegen auf eine bakterielle Infektion hin. Der abklingende Husten ist ein trockener Resthusten, der gegen Ende der Entzündung meist ein paar Tage lang anhält.

Für eine Diagnose sind nicht nur Dauer und Art des Hustens wichtig, sondern auch der Zeitpunkt und die Rahmenbedingungen, die in einer Anamnese erfragt werden (siehe: Wie wird Husten untersucht?): Für ein frühes Stadion einer COPD-Erkrankung etwa ist das Husten nach dem Aufwachen typisch. Auch eine Allergie, verursacht durch Katzen im Haushalt, kann Husten auslösen.

Husten will gelernt sein

Experten zufolge ist Husten nicht gleich Husten, denn besonders bei trockenem Reizhusten kann ein falsches Husten zu Dauerproblemen führen. Richtig Husten heißt daher: Machen Sie mit der Hand eine Faust, und husten Sie mit aufgeplusterten Wangen sanft hinein. Dadurch entsteht eine Luftbarriere, die wie ein Puffer wirkt und die Schleimhäute beim Husten schützt. Die Bronchien  werden so geschont und die Wunden in der Schleimhaut, die bei der Abwehr der Viren entstehen, reißen nicht so schnell wieder auf.

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